CDRmare Science Stories

Kohlendioxid-Speicherung in der Tiefsee:

Ein Forschungsduo trotzt dem Druck

Auf Island wird seit Jahren mit Kohlendioxid angereichertes Wasser in die obere Ozeankruste injiziert – und das erfolgreich. Das Kohlendioxid mineralisiert innerhalb kurzer Zeit und wird für Jahrmillionen fest gebunden. Da die Ozeankruste jedoch nur an wenigen Orten der Welt über den Meeresspiegel hinausragt, untersucht das Tiefsee-Konsortium der Forschungsmission CDRmare derzeit die Option, Kohlendioxid in geeigneter Basaltkruste in mittlerer bis großer Wassertiefe zu verpressen. Zwei der wichtigsten Forschungsprojekte liegen dabei in den Händen von Materialchemikerin Isabel Lange und Strömungsmodelliererin Isabel Kremin – ein Wissenschaftsduo, das sich sehr ehrgeizige Ziele gesetzt hat und kaum unter Druck setzen lässt.

Alle Hoffnung auf die neongrüne Wolke

Der Test einer neu entwickelten Auftriebspumpe vor der Küste Gran Canarias soll das große Finale für Jost Kemper werden. Endlich würde der 30-jährige Wissenschaftler aus dem CDRmare-Forschungsverbund zu künstlichem Auftrieb jene Messdaten erheben können, die er für die Qualitätskontrolle seines Strömungsmodells benötigt. Helfen soll ihm dabei ein neongrüner Farbstoff. Auf dem Meer aber kommt alles anders als geplant.

Das 10 Millionen-Tonnen-Ziel:

Im Team schaffen, was allein nicht zu leisten ist

Als Biogeochemiker Wanxuan Yao vor einer schier unlösbaren Aufgabe steht, gibt er nicht auf, sondern zieht Nachwuchswissenschaftler:innen aus allen Teilen der CDRmare-Forschungsmission zu Rate. Gemeinsam gelingt, was allein unmöglich schien – eine erste Konzeption mariner Klimalösungen, mit denen Deutschland der Atmosphäre pro Jahr 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid entnehmen könnte.